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Tauchplätze am Attersee


Der Attersee
Der Attersee ist mit einer Fläche von 48 km² und einer Länge von über 19 km das größte innerösterreichische Gewässer. Er ist quasi das Herzstück und damit Zentrum des Tauchsports im Salzkammergut.

Nicht zuletzt aufgrund der fortwährenden Bemühungen der ARGE Tauchen Österreich konnte die Zahl der Tauchverbotszonen gering gehalten werden, und es befinden sich diese meist in den taucherisch eher uninteressanten Flachwasserbereichen. Die kilometerlangen Tauchzonen bieten eine derartige Fülle an Tauchplätzen, dass es schon einer Vielzahl an Tauchgängen bedarf, um diesen See wirklich zu kennen.

Tauchplatz "Kohlbauernaufsatz"

Steilwand: Geht man vom rechten Einstieg leicht nach rechts, stößt man in 18 m Tiefe auf den Anfang der Wand, die nach und nach bis in 32 m Tiefe abfällt.
Taucht man entlang der Unterkante der Wand, gelangt man nach etwa 3 bis 4 Minuten zur Holzzille mit aufgesetztem Herzerlklo, das einige Meter von der Wand entfernt auf dem flachen Untergrund liegt. Folgt man der Leine links hinten, trifft man nach wenigen Metern auf die „Titanic“, die im Attersee leider nicht über die Größe eines Ruderbootes hinausgekommen ist. Taucht man der Steilwand weiter entlang, geht diese bald in eine schräg abfallende Schlammfläche über. Hier steigt man am besten höher und taucht entlang der Oberkante der Wand zurück. Unterwasser-Wiese: Linker Hand bleibt dieser Tauchplatz relativ flach und ist daher auch für Anfänger gut geeignet. Vor allem, weil es in den ausgedehnten Unterwasserwiesen zahlreiche Fische zu sehen gibt. Neben den Barschen, Rotaugen und Hechten kann man in der Nacht hier auch Aale beobachten.

Tauchplatz "BMW Dixi"

Am schräg abfallenden Hang liegt in 5 m Tiefe ein richtiger Oldtimer.
Mit ausgestellten runden Kotflügeln, aufgesetzten Scheinwerfern und eckigem Chassis steht der Rest eines Wagens aus den 20er oder 30er Jahren, vermutlich ein BMW Dixi. Auch wenn Motorblock, Türen und Innenleben fehlen, bietet der Rest ein interessantes Tauchziel. Weiter unterhalb liegt eine Autotür, die vermutlich nicht zu dem Oldtimer gehört. Taucht man nach links, trifft man in 13 m Tiefe auf eine untergegangen Segeljolle. Ansonsten liegen noch einige Autoreifen und Wurzelstöcke locker verstreut im schlammigen Boden.

Tauchplatz "Wandl"

Vom Einstieg geradeaus liegt eine kleine Plattform in 8 m Tiefe. Taucht man ein kurzes Stück links weiter bis in eine Tiefe von 12 m, trifft man auf einen alten ramponierten Jeep.
Lenkrad, Armaturenbrett und sogar die Reste der Sitze sind noch vorhanden. Von hier weiter nach rechts zieht sich ein schräger Abhang voller Felsen, Wurzelstöcke und Baumstämme. Nach etwa 10 Minuten gelangt man zu einem mächtigen Felsbrocken, der von 20 m senkrecht auf 35 m Tiefe abfällt.

Tauchplatz "Drei Tannen"

Ein für Übungstauchgänge und Ausbildung sehr geeigneter Tauchplatz.
Das Gelände fällt hier überall mäßig steil ab und weist einen teilweise kiesigen Untergrund auf. Links vom Einstieg befinden sich unter 5 m Tiefe einzelne Wurzelstöcke und Felsen. Weiter nach rechts trifft man auf allerlei Zivilisationsmüll, wie Autoreifen, eine Autotür und einen ausgedienten Ofen, der in 23 m Tiefe liegt.

Tauchplatz "Camping Eitzinger"

Der Einstieg bei der rechten Bank führt den Taucher direkt zur Plattform in 6 m Tiefe. Darunter findet man vorwiegend Sand und Schlamm, das Gefälle flacht in etwa 30 m Tiefe deutlich ab.
Taucht man nach links weiter, trifft man in 27 m Tiefe auf ein altes, recht gut erhaltenes Auto. Dabei handelt es sich um einen Anfang der 60er Jahre gebauten Renault Dauphine. Er liegt auf der Seite und gibt den Blick frei auf den Tank, die Achsen, das Lenkrad und anderes mehr. Sehr leicht findet man das Auto auch, wenn man von der linken Bank am Ufer genau geradeaus abtaucht.

Tauchplatz "Weissenbacheinlauf"

Unterhalb der Bachmündung liegt eine dicke Schicht aus altem Laub, eingeschwemmten Ästen, Wurzeln, etc. Aalruten verstecken sich hier gerne unter den Ästen oder in den alten Autoreifen.
Relativ weit rechts in der Bucht befinden sich drei Plattformen in 8, 10 und 20 m Tiefe, die mit Leinen verbunden sind. Auf den Plattformen sind verschiedene Tafeln und Schilder montiert. Unterhalb von 20 m ist dieser Platz nicht weiter interessant und besteht aus einem relativ kahlen Abhang. Im Flachwasser bieten die ausgedehnten Armleuchteralgen und die dicht mit Muscheln bewachsenen Steine einen schönen Anblick. Links vom Einstieg sind im Sommer immer viele Fische und dichter Pflanzenwuchs zu finden.

Tauchplatz "Hinkelsteine"

Beim Einstieg steht links ein größeres Holzhaus, von dem man ca. 10 Minuten linker Hand schräg hinaus taucht, bis man in einer Tiefe von 17 m auf den ersten von 3 Hinkelsteinen trifft.
Der zweite Hinkelstein liegt leicht nach rechts versetzt etwas tiefer dahinter. Um zum dritten und größten Hinkelstein zu gelangen, folgt man am besten dem Boden bis in 29 m Tiefe, wo der gewaltige Felsen recht unvermittelt aus dem Schlammboden auftaucht. Er reicht bis in 17 m Tiefe hinauf und bietet bei einer kompletten Umrundung an der Basis so manche Überraschung.
Am Rückweg kann man sich im Flachwasser halten und in der etwas spärlichen Vegetation nach Fischen Ausschau halten.

Tauchplatz "Schlierwand"

Vom Einstieg bei den Stufen (nicht den Steg benutzen: Privat!) taucht man eine ganze Weile nach links über schlammigen Untergrund, bis man auf die schräg in den See hinauslaufende Schlierwand stößt.
Diese Lehmwand zieht sich von 5 m bis in etwa 35 m Tiefe, erreicht aber selten eine Höhe von mehr als 8 m. Es empfiehlt sich die Mitnahme einer Lampe, um die kleinen Höhlen zu erkunden, in denen sich bevorzugt Aalruten befinden. Man kann entweder der Wand wieder zurück folgen oder auf dem direkten Weg (Kurs etwa 90°) zum Ufer zurück tauchen.
Im Sommer können hier im Flachwasserbereich zahlreiche Fische zwischen den Pflanzen beobachtet werden.

Tauchplatz "Föttinger"

Vom Steg aus gelangt man leicht links zu den Plattformen, die alle durch Leinen verbunden sind.
In 20 und 30 m Tiefe befinden sich luftgefüllte Glaskuppeln, die jeweils Platz für zwei Taucher bieten. Links davon befindet sich im 10 m Bereich der Tarierparcours (Metallgerüst), in dem sich ebenfalls eine luftgefüllte rechteckige Kuppel befindet. Anschließend befinden sich noch im 5, 10 und 15 m Bereich weitere Plattformen.
Links unter dem großen Bootssteg trifft man im Sommer nicht selten zahlreiche Barsche und Hechte an.

Tauchplatz "Ofen"

Direkt vor dem Einstieg liegen in 4 m Tiefe die Überreste eines Ofens, links daneben das abgebrochene Ofenrohr.
Darunter liegt eine prachtvolle Zille mit Gartenstuhl, die ein hübsches Fotomotiv darstellt. Von hier taucht man gute 5 Min. geradeaus über schlammigen Boden, bis man auf die steil abfallende Wand trifft, an der man nach rechts entlang tauchen sollte.
Am Ende der Wand angelangt, taucht man Richtung Ufer, wo im Bereich von 10 bis 15 m Tiefe einige große Bäume liegen.

Tauchplatz "Schwarze Brücke"

Die aufgestellten Kreuze im Bereich des Einstiegs zeigen bereits an, dass dieser Tauchplatz schon mehrere Opfer gefordert hat. Deshalb sollte dieser Platz nur von erfahrenen und sicheren Tauchern betaucht werden, die das Risiko einer Steilwand kennen.
Um zur Wand zu gelangen, taucht man vom Einstieg aus nach rechts. Bereits im oberen 10 m-Bereich beeindrucken die mächtigen Felsformationen, die eigentliche Steilwand beginnt jedoch erst nach einer Tauchzeit von einigen Minuten. Die schöne, strukturierte Steilwand fällt in mehreren Stufen bis in eine Tiefe von über 100 m ab. 30 Meter sind genug!

Tauchplatz "Steinschlag-Tafel"

Rechts: Auf dem vorwiegend schlammigen Untergrund liegen verstreut einzelne Felsen, Baumstämme und Äste. Im Sommer trifft man im Pflanzengürtel auch auf einige Fische.
Links: Das weitaus abwechslungsreichere Gelände liegt auf dieser Seite. Der teilweise steinige, sandige Untergrund ist übersät mit Felsen, Baumstämmen und imposanten Wurzelstöcken, welche meist dicht mit Muscheln bewachsen sind. Am Boden hat sich bis etwa 10 m Tiefe ein lockerer Rasen aus Armleuchteralgen ausgebildet.
Nach etwa 10 Minuten Tauchzeit stößt man unvermittelt auf den Anfang der Steilwand „Schwarze Brücke“, die plötzlich senkrecht von 20 m Tiefe bis auf 5 m unter die Wasseroberfläche ragt. Idealerweise taucht man entlang der Steilwand nach oben und im Flachwasserbereich zurück.

Tauchplatz "Liebesbrücke"

Direkt vor der Wiese bleibt das Gelände relativ flach und auf dem mit kleineren und größeren Steinen durchsetzten Boden findet man einige Pflanzen und Fische. Taucht man rechts weg, wird das Gelände zunehmend steiler.
Direkt unter der Brücke steht in 10 m Tiefe ein senkrechter Stamm, der fast bis an die Wasseroberfläche ragt. An der Spitze ist ein abgebrochenes Surfbrett als Boje angebunden. Dahinter liegt ein steiler, schlammiger Abhang, auf dem einige Baumstämme, Wurzeln und einzelne Felsen etwas Abwechslung bieten. Man sollte bei diesem Tauchplatz auf die zahlreichen Sportfischer achten, die rechts und links vom Einstieg gerne ihre Angelschnüre auswerfen.

Tauchplatz "Segelboot-Dixi"

Ein für Übungstauchgänge und Ausbildung sehr geeigneter Tauchplatz. Vom Einstieg aus taucht man leicht schräg rechts ab und trifft in 12 m Tiefe auf ein stark zerstörtes Boot.
Von hier aus taucht man am besten in der gleichen Tiefe nach links weiter, über einige große Baumstämme und Wurzelstöcke hinweg. Nach etwa 15 Min. gelangt man an eine steinige, senkrecht nach unten verlaufende Rinne wo in 22 m Tiefe das bekannte Wrack des Segelbootes "Dixie" liegt.
Alternativ kann man vom Einstieg nach rechts tauchen. Hinter einem versunkenen Gestrüpp beginnt in etwa 17 m Tiefe ein alter Holzsteg, dessen Reste sich bis ca. 20 m Tiefe erstrecken. Weiter nach rechts wurde in 6 m Tiefe eine zur Taucherglocke umfunktionierte Badewanne angebracht.
Von dort taucht man im 5 Meterbereich über große Felsen und manchmal auch große Hechte zurück.

Tauchplatz "Twin Towers"

Ein für Übungstauchgänge und Ausbildung sehr geeigneter Tauchplatz. Vom Einstieg aus taucht man schräg links ab und trifft nach wenigen Metern in 12 m Tiefe auf eine kleine Segeljolle.
Dahinter liegen im 10 – 20 m Bereich zahlreiche Baumstämme, sowie größere Steine und Felsen. Nach wenigen Minuten erreicht man die Twin Towers, zwei große senkrecht stehende Bäume, die von 18 m Tiefe bis auf 5 m unter die Wasseroberfläche emporragen. Diese imposanten Baumstämme sind dicht mit Moostierchen bewachsen und manchmal hält sich auch ein Hecht in der Nähe auf.
Der Weg zurück führt in den oberen 10 Metern über zahlreiche Steine, Pflanzen und Äste, die eine abwechslungsreiche Unterwasserlandschaft bilden. Taucht man nach rechts, führt der Tauchgang über lose übereinander geworfene Baumstämme, Äste und Wurzeln.

Tauchplatz "Alexenau"

Ein für Übungstauchgänge und Ausbildung sehr geeigneter Tauchplatz. Linker Hand liegen und stehen einige große Bäume bis in eine Tiefe von 30 m.
Dazwischen findet man auch immer wieder größere Felsen. Lockerer Pflanzenbewuchs reicht bis in etwa 8 m Tiefe.

Tauchplatz "Nautilus"

Zahlreiche Plattformen und "Sehenswürdigkeiten" können hier betaucht werden. Rechts außerhalb des Strandbadbereichs befinden sich die Übungsplattformen der Feuerwehrtaucher in 5, 10 und 20 m Tiefe.
Etwas links davon trifft man in 25 m Tiefe auf ein altes Autowrack, weiter oberhalb auf 12 m liegt ein altes Motorrad, das allerdings bereits stark beschädigt und daher leicht zu übersehen ist.
Weitere Plattformen findet man etwa in der Mitte des Strandbads in 5 und 10 m Tiefe. Ein hölzernes Ruderboot, ein Fahrrad und andere Objekte ergänzen die Sammlung.
Taucht man weiter nach links in den Bereich der Bachmündung hinein, findet man auch Baumstämme, Wurzeln und Fische.

Tauchplatz "Unterwasserwald"

Um Zeit und Luft zu sparen, sollte man an der Oberfläche bis zu den Bojen schwimmen und dabei die äußere rechten Boje anpeilen (250°; ca. 200 m). Nach einer kurzen Rast taucht man entlang der Bojenkette ab, die in 21 m Tiefe verankert ist, und befindet sich alsbald mitten im Unterwasserwald.
Riesige Baumstämme liegen hier kreuz und quer im weichen Schlammboden, oder ragen schräg ins offene Wasser hinaus und bieten einen mystischen Anblick.
Beim Zurücktauchen orientiert man sich am besten am Kompass (Kurs 90°), da das Gelände hier in der Tiefe kaum noch ein Gefälle zeigt. Bis in etwa 10 m Tiefe trifft man immer wieder auf Bäume, die teilweise auch senkrecht stehen, aber zunehmend kleiner werden.
Am Ufer angelangt, hält man sich in etwa 5 m Tiefe und taucht nach links. Ein aufrecht stehendes Paddel zeigt den Ausstieg an.

Tauchplatz "Nöhmer"

Ein für Übungstauchgänge und Ausbildung sehr geeigneter Tauchplatz. Vom Einstieg aus in einer Tiefe von 14 Meter stehen mehrere nach oben ragende Äste, in denen sich sehr häufig Hechte unterstellen.
Taucht man nach rechts, kommt man nach ca. 8 Minuten zu einer Art Schlammrinne. Einige große Äste und Bäume machen das Gelände abwechslungsreich.
Bei Nachttauchgängen empfiehlt es sich, vom Einstieg aus nach links im Flachwasserbereich in 3 – 10 m Tiefe zu tauchen, wo sich viele Aale, Barsche und Hechte tummeln.